Für den Einstieg, mit der oben genannten Spielvariante. Sonderfälle und regionale Absprachen können abweichen. Legt eure Regeln vor der ersten Runde fest.
SPIELPHASE 01
Das Blatt & Austeilen
32 Karten, vier Farben
Skat wird mit einem 32er-Blatt gespielt: In jeder Farbe gibt es acht Karten: Ass, König, Dame, Bube, 10, 9, 8, 7. Die 2 bis 6 sind nicht dabei.
Jeder bekommt zehn Karten
Ausgeteilt wird reihum: erst 3 Karten an jeden, dann 2 Karten verdeckt in die Tischmitte (der „Skat“), dann 4 an jeden, dann noch 3. Am Ende hat jeder 10 Karten, 2 liegen im Skat.
Die drei Positionen
Die Sitzreihenfolge zählt: „Vorhand“ (links vom Geber) kommt zuerst dran, dann „Mittelhand“, dann „Hinterhand“ (der Geber). Diese Reihenfolge bestimmt, wer beim Reizen den Vortritt hat.
SPIELPHASE 02
Reizen
Wer darf das Spiel machen?
Bevor gespielt wird, wird „gereizt“. Die Spieler bieten Zahlen (18, 20, 22 …). Wer am höchsten reizt, wird Alleinspieler und spielt allein gegen die anderen beiden.
So läuft das Bieten
Mittelhand reizt Vorhand an: Sie nennt Zahlen, Vorhand sagt „ja“ (ich halte mit) oder „weg“. Danach reizt Hinterhand den Gewinner weiter. Wer übrig bleibt, hat das Spiel ersteigert.
Skat aufnehmen oder „Hand“
Der Alleinspieler darf die 2 Skatkarten aufnehmen und dafür 2 beliebige wieder ablegen („drücken“). Oder er spielt „Hand“, ohne den Skat anzufassen. Das gibt mehr Punkte.
Welches Spiel wird's?
Der Alleinspieler sagt an, was er spielt: ein „Farbspiel“ (z.B. Kreuz ist Trumpf), „Grand“ (nur die Buben sind Trumpf) oder „Null“ (er darf keinen einzigen Stich machen).
SPIELPHASE 03
Trümpfe & Kartenwerte
Die vier Buben sind Chefs
Im Farbspiel und im Grand sind die vier Buben immer die höchsten Trümpfe, in fester Reihenfolge: Kreuz-, Pik-, Herz-, Karo-Bube. Kein anderer Bube schlägt den Kreuz-Buben.
Dann kommt die Trumpffarbe
Beim Farbspiel gehören zusätzlich alle Karten der Trumpffarbe dazu. Beispiel Kreuz-Spiel: nach den vier Buben folgen Kreuz-Ass, -10, -König, -Dame, -9, -8, -7. Das sind zusammen 11 Trümpfe.
Was die Karten wert sind
Nicht die Anzahl der Stiche zählt, sondern die Augen darin: Ass = 11, 10 = 10, König = 4, Dame = 3, Bube = 2. Die 9, 8, 7 zählen 0. Zusammen sind das genau 120 Augen.
Die Sieggrenze: 61
Im Farbspiel und Grand braucht der Alleinspieler mindestens 61 der 120 Augen; die Gegner brauchen zusammen 60. Außerdem muss der Spielwert das Gebot decken. Bei Null zählen keine Augen: Der Alleinspieler darf keinen Stich machen.
SPIELPHASE 04
Das Spiel: Stiche
Vorhand kommt raus
Vorhand legt die erste Karte. Reihum legt jeder eine Karte dazu. Das nennt man einen „Stich“. Wer die höchste Karte im Stich hat, gewinnt ihn und kommt zum nächsten Stich neu heraus.
Farbe bekennen!
Wichtigste Regel: Du musst die ausgespielte Farbe bedienen, wenn du sie hast. Auf Herz muss Herz gelegt werden. Nur wer die Farbe nicht hat, darf trumpfen oder eine andere Karte abwerfen.
Trumpf schlägt Farbe
Hast du die gespielte Farbe nicht, kannst du mit einem Trumpf „stechen“ und den Stich an dich reißen, egal wie hoch die Farbkarte war. Ein kleiner Trumpf schlägt jedes fremde Ass.
Stich für Stich zum Ziel
Im Farbspiel und Grand geht es zehn Stiche lang. Der Alleinspieler versucht, mindestens 61 Augen zu holen; die Gegner spielen einander Punkte zu, indem sie ihre Asse und Zehnen auf Stiche ihres Partners legen.
SPIELPHASE 05
Abrechnung
Augen zählen
Im Farbspiel und Grand zählt der Alleinspieler seine Stiche plus die 2 Karten im Skat. Mindestens 61 Augen gewinnen, sofern er nicht überreizt ist. Bei Null gewinnt er nur ohne eigenen Stich; auch hier muss der feste Spielwert das Gebot decken.
Der Spielwert
Der Spielwert = Grundwert der Farbe (Karo 9, Herz 10, Pik 11, Kreuz 12, Grand 24) mal ein „Spitzenfaktor“. Gewinnt der Alleinspieler, wird der Wert gutgeschrieben. Verliert er, wird er doppelt abgezogen.
Sonderfälle: Schneider & Schwarz
Holt der Alleinspieler 90 Augen oder mehr, ist der Gegner „Schneider“ (Extrapunkte). Macht der Gegner keinen einzigen Stich, ist er „schwarz“. Umgekehrt gilt das Gleiche gegen den Alleinspieler.
VOM LESEN ZUM VERSTEHEN
Noch einmal.
Mit Karten auf dem Tisch.
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